Mobile Wetterstation für internationale Messkampagnen des Instituts für angewandte Physik (Prof. N.Kämpfer)

Vollautomatische mobile Wetterstation für Druck, Temperatur, Feuchte, Wind und Niederschalg bei Testmessungen auf dem Dach des Gebäudes ExWi der Uni Bern

Wasserdampf in der Atmosphäre spielt eine mannig-faltige Rolle. Einerseits ist es das wichtigste natürliche Treibhausgas, andererseits spielt es eine wichtige Rolle in der Chemie der Atmosphäre und letztlich kann es als Tracer verwendet werden, um dynamische Prozesse in der Atmosphäre zu untersuchen. 

Wie misst man die Höhenverteilung von Wasser-dampf? Wasserdampf sendet ein schwaches Mikro-wellen-Signal aus, das mit hochempfindlichen Radio-metern am Boden  gemessen werden kann. Aus diesem Signal kann dann auf die Verteilung von Wasserdampf bis auf 70 km Höhe geschlossen werden. Damit die Messung an Genauigkeit gewinnt, ist die Kenntnis von Druck, Temperatur und relativer Feuchte beim Gerät wichtig, wie dies mit einer Wetterstation erfasst werden kann.

Dank der Unterstützung durch die Forschungsstiftung der Uni Bern, im Umfang von Fr. 11'500.--, konnte eine professionelle Wetterstation für Messkampagnen beschafft werden.

Im Rahmen ihrer Dissertation hat Frau Corinne Straub ein transportables Mikrowellen-Radiometer entwickelt, das es erlaubt, an internationalen Messkampagnen teil zu nehmen.

 

       

 Corinne Straub mit ihrem Mikrowellen-Radiometer                MIAWARA-C bei Sonnenaufgang auf der Zugspitze

Eine erste Messkampgane fand im Januar bis März auf der Zugspitze, auf 2500m Höhe statt, wo die Wettertauglichkeit des Instrumentes getestet und erste Resultate gewonnen werden konnten.

Erste Daten der Verteilung von Wasserdampf in der mittleren Atmosphäre, wie sie mit dem neuen Instrument MIAWARA-C gewonnen wurden.

Die Erforschung der mittleren Atmosphäre und deren Einfluss auf das Klima ist von der Thematik her eine Aufgabe, die nicht allein gelöst werden kann, sondern erst durch den Verbund und die Zusammen-arbeit mit anderen Partnern, national und international, möglich ist. Unsere Forschung ist eingebettet in das WMO-Projekt Global Atmospheric Watch (GAW) und in das internationale Network for the Detection of Atmospheric Composition Change (NDACC).

Die mobile Wetterstation wird uns bei der Teilnahme an der MOHAVE (Measurements Of Humidity in the Atmosphere and Validation Experiment) Messkampagne nach Kalifornien begleiten, wo wir auf Einladung der NASA/JPL, auf Table Mountain facility, 2009 bei einer Vergleichs-Mess-Kampagne für atmosphä-rischen Wasserdampf teilnehmen werden. Bereits ist auch der übernächste Einsatz bekannt, nämlich Winter 2010 in Sodankylä, in Lappland.

 

 

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Letzte Änderung: 15.11.2010    © UniBern Forschungsstiftung    Design: Rub Media AG, Wabern/Bern